Kurzvorstellung
Mit Flex steht sozusagen die Technologie auf dem Prüfstand, die den Begriff Rich Internet Application prägte. Von den verfügbaren Technologien hat Flex bereis eine längere Geschichte, die sich in der aktuellen Versionsnummer 3 wiederspiegelt. Flex kommt von einer J2EE-Serveranwendung her, die für zehntausende von Euro zu erwerben war und ist mittlerweile OpenSource und folglich auch frei erhältlich.
Flex-Anwendungen werden mittels zweier Technologien entwickelt, dem deklarativen MXML (einer XML-Anwendung, die die Benutzeroberfläche beschreibt) und dem programmatischen ActionScript3 (einer objektorientieren Scriptsprache für die Anwendungslogik). Flex ist ein komponentenbasiertes Framework und liefert von Haus aus eine Fülle vom Komponenten mit – weitere lassen sich frei oder käuflich erwerben.
Flex-Anwendungen benötigen den Flashplayer 9 als Runtime und sind somit fast überall lauffähig. Den Flashplayer gibt es für alle Major-Plattformen.
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Kurzvorstellung
Bei Ajax handelt es sich in den Augen vieler um eine RIA-Technologie. Ajax läuft auf allen aktuellen Browsern mit angeschaltetem Java-Script und kommt ohne Plugin aus. Ursprünglich meinte Ajax nur “Asynchronous JavaScript and XML” und beschreibt ein Verfahren, mit dem man Daten oder Elemente einer Webseite aktualisieren kann, ohne die Seite komplett neu zu laden.
Mittlerweile hat sich Ajax aber als Begriff für ein viel weiteres Spektrum an Funktionalitäten etabliert. Das, was sich vor ein paar Jahren DHTML (Dynamisches HTML) nannte ist ebenso Bestandteil des Ajax-Phänomens geworden wie alternative Datenaustauschformate zu XML (etwa die “Java-Script Object Notation” Json). Ajax besteht aus einem Patchwork an Technologien: Java-Script, XML, XHTML, CSS und einer Backendtechnologie, die die benötigten Daten von den Servern liefert.
Um die recht mühsame Ajax-Programmierung zu erleichtern haben sich etliche sehr gute Libraries gebildet, die von reiner Bereitstellung von Funktionalitäten hin zu Animationen etc. ein breites Spektrum abdecken. Ein paar gelungene Beispiele dieser Bibliotheken sind ExtJS, JQuery, Scriptaculous und Dojo-Toolkit.
Was die Entwicklung erschwert ist das Problem, dass sich Ajax-Anwendungen auf vielen Browsern unterschiedlich verhalten und so ein vergleichsweise höherer Entwicklungs- und Testaufwand zu berücksichtigen ist.
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Eine wunderschön gestaltete Anwendung der Air New Zealand erlaubt eine visuelle Orientierung, wie weit man mit welchem Budget fliegen kann.
Die Idee ist simpel aber die Umsetzung nutzt alle Vorteile einer RIA. Nach Eingabe eines Startpunktes kann man mit einem Schieberegler sein Budget einstellen.
Auf der eingeblendeten Karte werden die weitest möglichen Flugverbindungen angezeigt, wobei die Karte je nach Entfernung automatisch ein- und auszoomt. Ein Klick auf die Linie, die die Flugverbindung symbolisiert und man erhält Detailinformationen. Ein weiterer Klick und man landet im Online Buchungscenter. Über Zoomfunktionen kann man die Karte leicht justieren.
Eine einfache aber alle Vorteile einer RIA nutzende Idee, Besucher bei der Reisezielauswahl zu helfen und somit mehr Kunden zu gewinnen.
Unter http://www.picnik.com/ findet sich eine online Bildbearbeitung mit einer Menge an professionellen Features. Das Angenehme an der Sache ist, dass sich die meisten Funktionen austesten lassen, ohne sich vorher zu registrieren.
Die in Flex programmierte Anwendung erlaubt das Hochladen, Bearbeiten und Verwalten von Bildern. Ganz mashupmäßig erlaubt Picnik das Einbinden von Bilddiensten wie Flickr oder Picasa.
Die Basisversion steht kostenlos zur Verfügung, für etwa 25 $ im Jahr stehen erweiterte Funktionen sowie mehr und bessere Filter zur Verfügung.
Die vielfältigen Funktionen haben alle eine automatische Vorschau und ein Dialog fragt, ob der Bearbeitungsschritt wirklich angewendet werden soll. Auch eine Rückgängigfunktion steht in dem modernen Userinterface zur Verfügung.
Natürlich reicht der Funktionsumfang von Picnik nicht an den von Photoshop oder Gimp heran, jedoch um schnell mal die roten Augen aus einer Fotographie zu entfernen oder die Kontraste anzupassen und ein Bild zuzuschneiden ist es eine tolle und einfach zu bedienende Anwendung.
Beschäftigt man sich mit Rich Internet Applications (RIA) stößt man fast unweigerlich auf den Begriff der User Experience. Will man User Experience übersetzen gerät man leicht ins Trudeln, denn der eingängige englische Begriff, entzieht sich einer ebenso griffigen Übersetzung.
Dennoch ist der Begriff zentral für den Zuspruch zu RIAs, denn er markiert die Differenz zu klassischen Webanwendungen, die unter anderem dem Click-Reload-Schema folgen. Anwendungen sollen nicht nur eine Funktion bereitstellen, vielmehr geht es darum, die Nutzung der Funktionen als positives Erlebnis zu implementieren.
Statt auf die Anwendung zu warten, kann direkt mit ihr interagiert werden. Denn nur wer schnell und leicht zum Ziel kommt, wird die Anwendungen wiederholt und gerne einsetzen. RIA-Technologien wie etwa Adobe Flex bieten eine fast unbegrenztes Gestaltungspotential für Anwendungsoberflächen.
Es gilt Neues zu wagen ohne dabei die Gewohnheiten und das Verhalten der Anwender zu irritieren. Es gilt den Komfort einer herkömmlichen Anwendung mit den Vorteilen der Internetnutzung zu verbinden. Rich Internet Applications sind das Beste aus beiden Welten.