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Adobe stärkt RIA Backendtechnologien

Jede RIA Technologie hat verschiedene Möglichkeiten, ihre Daten aus einem Backend zu beziehen. Neben den Klassikern wie XML over HTTP, JSON oder SOAP bietet manche Technologien noch zusätzlich, sehr effiziente Methodiken an.

Bei Adobe Flex ist das Austauschverfahren der Wahl AMF (Action Message Format) – ein binäres, sehr effizientes und schnelles Datenformat. Es wird nicht nur deutlich schneller verarbeitet als etwa XML oder SOAP sondern auch die Übertragungszeiten sind deutlich geringer. Wer sich hinsichtlich Flex einen Überblick über die Benchmarks zu verschiedenen Backendtechnologien verschaffen will findet hier eine interaktive Applikation.

Bislang war BlazeDS (oder für den Enterprise-Gebrauch LiveCycleDS) das Mittel der Wahl um in Java Backendcode zu schreiben. Für andere Sprachen gab es zwar auch Lösungen, aber die waren nicht offiziell anerkannt und basierten zum Teil auf Reverse Engineering.

Mit der AMF Unterstützung für das Zend Framework liegt nun erstmals eine offizielle Adobe AMF Implementierung für PHP vor. Das Zend Framework ist unter PHP 5 das Framework der Wahl, wenn es darum geht performante und wartbare Applikationen zu schreiben. AMF wird nun direkter Bestandteil des Zend Frameworks und trifft nun auf Massen an PHP Entwicklern, die nun auch zu RIA Entwicklern werden können.

In einem zweiten Schritt, AMF mehr zu einer Mainstream-Technologie zu machen, haben Adobe und SpringSource (die Firma hinter dem populären Java Framework Spring) eine Zusammenarbeit angekündigt. Ziel der Kooperation ist es, das Zusammenspiel von Spring und BlazeDS / LiveCycle DS im Blick auf Entwicklung und Deployment drastisch zu vereinfachen. 

So wird neben PHP auch eine zweite dominante Webtechnologie zum Mittel der Wahl für Backenddienste für Adobe RIAs. Eine interessante Entwicklung, die sicher noch nicht an ihrem Ende angekommen ist.

Adobe öffnet die Live Cycle / Flex Data Services

Adobe hat heute erklärt, Teile seiner Live Cycle (vormals Flex) Data Services als Open Source zu veröffentlichen. Das neue Produkt erhält den Namen BlazeDS.

Momentan existiert nur eine Betaversion, die finale Version soll Anfang 2008 erscheinen.

BlazeDS wird bei Flex-Remoting benötigt, also wenn eine Flexanwendung auf ein Java Backend zugreift. BlazeDS vereinfachen die Zugriffe auf entfernte Javaklassen drastisch. Im weitern wird bei BlazeDS das Adobe Format AMF verwendet, was eine bis zu zehn mal schnellere Datenübertragung ermöglicht als XML oder SOAP. AMF wird in diesem Zusammenhang auch offiziell dokumentiert. Alternative Lösungen wie AMFPHP oder SabreAMF setzten bisher auf Reverse Engineering und werden von der Öffnung sicherlich profitieren.

Adobe macht aber nur den oben beschriebenen Teil der Flex Data Services / Live Cycle Data Services zu Open Source, andere Bestandteile (Real Time Messaging, PDF Generation etc.) bleiben weiterhin der kommerziellen Version vorbehalten.

Es ist davon auszugehen, dass durch diese Schritte die Verwendung des sehr performanten AMF Formats steigen wird und damit mehr RIAs auf Flexbasis deutlich datenintensiver und performanter werden. Auch können native Java-Backends nun für größere Installationen verwendet werden, ohne gleich in die “Kostenfalle” der Live Cycle Data Services zu laufen.