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Ajax – der ewige Zweite im RIA Markt?

Kurz bevor dem Markteintritt der finalen Versionen von Silverlight 2 und JavaFX ist es wieder einmal an der Zeit, sich auf die Rolle von Ajax zu besinnen.

Schaut man auf die Verbreitung von Ajax für Webanwendungen, entsteht schnell der Eindruck, dass es sich um einen Major Player im RIA Segment handelt. Schaut man jedoch auf die Möglichkeiten, die Performance und die “Reichhaltigkeit” der Anwendungen kommen daran genau so schnell wieder Zweifel auf.

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RIAs auf neuen Gerätetypen

Gegenwärtig laufen Rich Internet Applications auf Basis der Adobe Flashtechnologie vorwiegend auf Computern, wenn auch dort plattformübergreifend. Andere Abspielplattformen gibt es so gut wie nicht, außer einigen mobilen Endgeräten mit einem entsprechenden Flashplayer (Lite).

Um diesen Zustand zu ändern hat Adobe mit einigen namhaften Partnern das Open Screen Project gegründet. Ziel des OSP ist, die Verbreitung der Flashtechnologie auf nicht Computern zu erhöhen. Die Verbreitung auf mehr mobilen Endgeräten soll genauso gefördert werden, wie auf Geräten der Unterhaltungselektronik (etwa Settop-Boxen etc.).

Um das Ziel zu erreichen, werden ab der nächsten Player-Generation für Endgeräte, die die Flashtechnologie einsetzen keine Lizenzgebühren mehr fällig, wenn sie den Flashplayer aber auch das neue Adobe Air unterstützen.

Auch werden Schnittstellen, APIs und Protokolle veröffentlicht, die es ermöglichen, alternative Player für die Flashtechnologie zu entwickeln.

Damit dürfte eine deutliche weiter gefasste Verbreitung für interaktive Rich Internet Applications möglich sein, als alleine mit der Computer-Plattform. Wenn man sich die Liste der Partner betrachtet (ARM, Chunghwa Telecom, Cisco, Intel, LG Electronics Inc., Marvell, Motorola, Nokia, NTT DoCoMo, Qualcomm, Samsung Electronics Co., Sony Ericsson, Toshiba und Verizon Wireless) kann man ahnen auf welcher Vielfalt von Endgeräten wir bald auf neuartige Anwendungen stoßen können.

RIA-Technologie: Flash

Kurzvorstellung

Adobe Flash (vormals Macromedia), beziehungsweise das zugrunde liegende Dateiformat SWF, ist die am weitesten verbreitete Technologie für Rich Internet Applications. Mit Flash sind überzeugende Animationen und Interaktionen aller Art möglich. Durch das verwendete Vektorformat für Zeichnungen ist es Standard für vektorbasierte Grafiken im Web geworden und hat sich gegen standardisierte Mitbewerber wie SVG durchgesetzt.

Flash hat eine lange Geschichte und hat seine Ursprünge bei animierten Vektorgrafiken. Im Laufe der Zeit sind immer mehr Fähigkeiten hinzugekommen, eine komplexe Programmiersprache (ActionScript), eine Vielzahl von Möglichkeiten, um mit Server-Backends zu kommunizieren und herausragende Video- und Audiofähigkeiten. Auch wenn sich Flash weniger zur Anwendungsentwicklung eignet, sind damit überzeugende RIAs möglich.

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Photoshop Express als Flex-RIA

Heute hat Adobe das seit einem Jahr angekündigte Photoshop Express als Beta der Öffentlichkeit übergeben. Die Nutzung ist kostenfrei, lediglich eine Registrierung ist erforderlich um in den Genuss von 2 GB Speicher und der Fähigkeit, online Bilder zu bearbeiten, zu gelangen.

Die Möglichkeiten der Bildbearbeitung entsprechen natürlich nicht denen eines Photoshop Elements oder gar eines Photoshop CS 3. Vom User Interface erinnert die Anwendung an Photoshop Elements, allerdings sind nur die allernötigsten Bearbeitungsfunktionen vorhanden.

Auch wenn Photoshop Express gegenüber anderen online Bildbearbeitungen außer einem intuitiveren GUI nichts Wesentliches hinzufügt, ist es ein gelungenes Beispiel für eine komplexe und nutzerfreundliche Rich Internet Application. Dass Adobe dabei auf das hauseigene Flex setzt ist keinesfalls verwunderlich.

RIA-Technologie: Flex

Kurzvorstellung

Mit Flex steht sozusagen die Technologie auf dem Prüfstand, die den Begriff Rich Internet Application prägte. Von den verfügbaren Technologien hat Flex bereis eine längere Geschichte, die sich in der aktuellen Versionsnummer 3 wiederspiegelt. Flex kommt von einer J2EE-Serveranwendung her, die für zehntausende von Euro zu erwerben war und ist mittlerweile OpenSource und folglich auch frei erhältlich.

Flex-Anwendungen werden mittels zweier Technologien entwickelt, dem deklarativen MXML (einer XML-Anwendung, die die Benutzeroberfläche beschreibt) und dem programmatischen ActionScript3 (einer objektorientieren Scriptsprache für die Anwendungslogik). Flex ist ein komponentenbasiertes Framework und liefert von Haus aus eine Fülle vom Komponenten mit – weitere lassen sich frei oder käuflich erwerben.
Flex-Anwendungen benötigen den Flashplayer 9 als Runtime und sind somit fast überall lauffähig. Den Flashplayer gibt es für alle Major-Plattformen.

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