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RIA Forum 2010 in Darmstadt

Nach Basel findet das zweite RIA Forum dieses Jahr in Darmstadt statt. Das Event findet am 23. April 2010 ab 12 Uhr in Darmstadts neuem Kongresszentrum statt.

Das Programm ist bunt gemischt und deckt die verschiedenen Aspekte von RIAs ab.:

  • “Enterprise Flex: Top oder Flop?” von Florian Müller
  • “Business Applikationen müssen nicht langweilig sein!” von Dierk König
  • “JAXFront: UI Generierung statt HTML Coding!” von Stephan Portmann und Mike Leber
  • “Rich Internet Applications based on zk Framework” von Daniel Seiler

Den Tag abrunden wird ein Get Together im Ratskeller wird ausreichend Möglichkeiten zum persönlichen Gespräch und zum Networking geben.

Die Teilnahmegebühr beträgt € 35,– und wer kommen möchte sollte sich schnell anmelden, da die Teilnehmeranzahl auf 100 begrenzt ist.

Alle weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es unter: http://www.riaforum.com/

RIA Summer Jam

090727_RIA_SummerJam_200x200Rich Internet Applications oder kurz RIA stehen für technisch anspruchsvolle, multimediale Anwendungen, die innovative Möglichkeiten bieten Ästhetik und Funktionalität miteinander zu verbinden.

In Kooperation zwischen der Adobe Flex User Group München und P//MOD ist die Idee entstanden den RIA Summer Jam ins Leben zu rufen. Dabei soll die RIA Technologie nicht ausschließlich unter den Aspekten Design und Technik fokussiert werden, sondern auch die Bedeutung und Herausforderung für Marken in den Vordergrund gestellt werden.

Auf dem RIA Summer Jam präsentieren Profis aus den Bereichen Technik, Design, Marketing und Projektmanagement das Thema Rich Internet Applications auf 2 Präsentations Tracks.

Im Anschluss an den Event gibt es dann die Möglichkeit beim BBQ auf der Dachterrasse die Eindrücke des Tages weiter zu vertiefen.

Der RIA Summer Jam 2009 findet am 12. September 2009 in München statt und ist kostenlos.

Weitere Infos und Anmeldung unter www.riasummerjam.de

Umfrage zu RIA Technologien

Christopher Marquardt untersucht für seine Bachelor Abschlussarbeit am SAE Institute die Verbreitung und den Bekanntheitsgrad von RIA-Technologien bei den Internetnutzern.
Die Arbeit wird von einer Umfrage begleitet, wobei wir uns freuen würden, wenn unsere Leser dort mitmachten:

http://www.ria-umfrage.de/

Wenn die Ergebnisse der Umfrage / der Arbeit vorliegen werden wir selbstverständlich darüber berichten.

Der Ajax-Sonderfall: Google Web Toolkit (GWT)

Im letzen Blogpost ging es um die zunehmende Bedeutung von Java-Script und Ajax im Bereich der Rich Internet Application Technologien. Bereits mehrfach bemängelt wurde das Entwicklungsmodell und der Toolsupport für Java-Script. Es gibt zwar mit Netbeans, Aptana u.v.a.m. Tools, die die Programmierung mit Java-Script unterstützen, sie sind aber von ihrem Featurereichtum meilenweit von dem entfernt, was bei anderen Sprachen möglich ist. Ein Grund liegt auch in der Sprache, die viele Dinge, die Integrated Development Environments (IDE) möglich machen, unterbindet. Und letztlich – ganz subjektiv – macht die Programmierung mit Java-Script nicht sonderlich viel Spaß und die vielen Frameworks lindern diese Not nur teilweise.

Google hat schon sehr früh das Potential von Ajax erkannt und gleichzeitig die oben genannten Problempunkte adressiert und eine Möglichkeit geschaffen, Ajax Anwendungen zu erzeugen, die Ihresgleichen sucht: Das Google Web Toolkit oder kurz GWT. GWT ist mittlerweile in Version 1.6 erschienen und man kann schon seit einiger Zeit von einer ausgereiften Technologie sprechen. Nahezu alle Google Webanwendungen (inklusive von Google Wave) sind mit GWT erstellt worden.

GWT löst die lästige Java-Script Programmierung indem man in einer ausgewachsenen Sprache – namentlich Java – programmiert und dann seine Java Sourcen in eine Ajax Anwendung “kompiliert” (wobei natürlich kein binäres Kompilat entsteht sondern nur hochoptimiertes Java-Script). Durch diesen Geniestreich löst Google die Unzulänglichkeiten von Java-Script, denn es wird ausschließlich in Java programmiert. Zum anderen löst Google die Unterstützung durch Tools, denn es liefert nicht nur ein GWT-PLugin für Eclipse mit, vielmehr sind auch alle anderen für Java gedachten Eclipse-Plugins möglich. Auch weitere Tools aus dem Java Umfeld wie Continious Integration, Code Metrics und Analyse sind möglich. Auch die weiteren Vorteile der Java-Technologie wie die leichte Backend-Integration, die Verfügbarkeit qualifizierter Entwickler und die umfangreichen Bibliotheken dienen dem GWT-Ansatz.

Mit dem GWT muss sich der Web 2.0 Entwickler nicht mit Java-Script beschäftigen, auch nicht mit Cross-Browser-Kompatibilität und den ganzen Folgeproblemen, sondern kann wie gewohnt seine Java-Klassen schreiben und entwickelt so mächtige Anwendungen wie GoogleMail etc.

Ajax / Java-Script: Der lachende Vierte

Während sich Microsoft Silverlight, Adobe Flex und JavaFX eine erbitterte Schlacht nach der anderen um die Vorherrschaft im RIA Markt liefern, hat sich klamm heimlich eine vierte, an sich längst bekannte Technologie daran gemacht, das Feld von hinten aufzurollen. Die Rede ist von Java-Script auch in der Form von Ajax, was Dank des Zusammenspiels mit dem Canvas Element aus HTML 5 Dinge tun kann, von denen Webentwickler bisher nur zu träumen wagten – und das alles ohne Plugin, nur mit hauseigenen Browsermitteln.

Wer sich ein Bild von den Möglichkeiten verschaffen will, dem sei Chrome Experiments empfohlen – Voraussetzung dafür ist Safari 4, Google Chrome oder Firefox 3.5 Beta aufwärts. Wenn man das sieht, fragt man sich unwillkürlich: “Wie, ohne Flash gemacht?”. Die Antwort ist: “Ja”! Bis hin zu ausgefallenen 3D Modellen, die in Echtzeit animiert werden ist mit dem Gespann Canvas und Java-Script nahezu alles möglich und das mit guter Performance / Frames per Second.

Einen Grund für die enormen Verbesserungen in den genannten Technologien, sind die immer neuen Java-Script Engines, die die Sprache von Version zu Version deutlich beschleunigen. Auch die Java-Script Frameworks werden immer besser und schneller – genannt als Beispiel sei hier Sizzle aus dem jQuery Framework. Heutzutage langen ein paar Zeilen Code um Animationen oder Widgets zu erstellen, wie man sie bisher nur von Flash und Flex kannte.

Auch die letzte Hürde wird in Angriff genommen: Videos im Web mittels Flashplayer. Dank HTML5 geht auch das nativ, wie folgender Artikel zeigt. Auch der Platzhirsch Youtube hat eine HTML 5 Demonstration.

Das alles steht noch relativ am Anfang, die ersten Browser, die HTML 5 beherrschen sind aber vorhanden. Eine Extrawurst stellt der Internet Explorer dar, der auch in seiner achten Inkarnation nichts mit dem Canvas-Element anfangen kann. Aber es kann ja auch sein, dass sich der Markt einfach durchsetzt. Wenn etwa eine Technologie wie Google Wave ganz massiv das Canvas Element und HTML 5 unterstützt und diese die Traktion erfährt, die erwartet wird, kann Microsoft auch einmal in die Lage kommen, etwas nachzurüsten.

Alle RIA Entwickler und Entscheider sollten sich der Möglichkeiten des “neuen” Java-Scripts bewusst sein und sich ernsthaft fragen für was sich die Konzentration auf proprietäre Runtimes lohnt.