Wir hatten vor geraumer Zeit einmal einen Aufruf auf dem RIABlog, in dem es darum ging, bei einer Umfrage mitzumachen, deren Ergebnisse dann in einer Studienabschlussarbeit ausgewertet werden sollten. Die Arbeit liegt nun vor und erlaubt einen interessanten Einblick in die Akzeptanz, Verbreitung und Adaption von RIA-Technologien und deren Terminologie.
Der Autor Christopher Marquardt vertritt in seiner Arbeit mit dem Titel “Bekanntheitsgrad, Installationsverbreitung und aktive Nutzung von RIA-Technologien durch Internetnutzer unter Berücksichtigung sozio-demografischer Merkmale” die These, dass die “Bekanntheit und Verbreitung von RIA-Technologien [...] derzeit so ausgewogen [ist], dass keine RIA-Technologie gegenüber einer anderen einen Vorsprung hat”.
Zu den Ergbnissen der Auswertung von 217 Fragebögen zählt unter anderem:
- Die einzelnen Technologien liegen in der Bekanntheit recht eng beieinander, wobei der Begriff RIA recht unbekannt ist (50%).
- Auch die einzelnen Technologien sind relativ unbekannt, mit Ausnahme des Flash-Players.
- Der Flash Player liegt von den Installationen her vorne und bringt so auch eine gute Ausgangsbasis für Air aus dem gleichen Hause mit.
- Air hat die besten Wandlungsraten vom Kenner zum Nutzer einer Technik gerade vor dem Vergleich mit Silverlight und JavaFX.
- Generell bleibt diese Wandlung vom Kenner einer Technologie zu deren Nutzer bei Werten um die 50%. Sprich, von den Leuten, die eine Technologie kennen, wird sich nur die Hälfte diese auch installieren.
Wer Kontakt zum dem Autor dieser Studie aufnehmen möchte kann dies über die Kommentare oder direkt über uns tun: hallo@codedculture.com.
Nach Basel findet das zweite RIA Forum dieses Jahr in Darmstadt statt. Das Event findet am 23. April 2010 ab 12 Uhr in Darmstadts neuem Kongresszentrum statt.
Das Programm ist bunt gemischt und deckt die verschiedenen Aspekte von RIAs ab.:
- “Enterprise Flex: Top oder Flop?” von Florian Müller
- “Business Applikationen müssen nicht langweilig sein!” von Dierk König
- “JAXFront: UI Generierung statt HTML Coding!” von Stephan Portmann und Mike Leber
- “Rich Internet Applications based on zk Framework” von Daniel Seiler
Den Tag abrunden wird ein Get Together im Ratskeller wird ausreichend Möglichkeiten zum persönlichen Gespräch und zum Networking geben.
Die Teilnahmegebühr beträgt € 35,– und wer kommen möchte sollte sich schnell anmelden, da die Teilnehmeranzahl auf 100 begrenzt ist.
Alle weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es unter: http://www.riaforum.com/
Rich Internet Applications oder kurz RIA stehen für technisch anspruchsvolle, multimediale Anwendungen, die innovative Möglichkeiten bieten Ästhetik und Funktionalität miteinander zu verbinden.
In Kooperation zwischen der Adobe Flex User Group München und P//MOD ist die Idee entstanden den RIA Summer Jam ins Leben zu rufen. Dabei soll die RIA Technologie nicht ausschließlich unter den Aspekten Design und Technik fokussiert werden, sondern auch die Bedeutung und Herausforderung für Marken in den Vordergrund gestellt werden.
Auf dem RIA Summer Jam präsentieren Profis aus den Bereichen Technik, Design, Marketing und Projektmanagement das Thema Rich Internet Applications auf 2 Präsentations Tracks.
Im Anschluss an den Event gibt es dann die Möglichkeit beim BBQ auf der Dachterrasse die Eindrücke des Tages weiter zu vertiefen.
Der RIA Summer Jam 2009 findet am 12. September 2009 in München statt und ist kostenlos.
Weitere Infos und Anmeldung unter www.riasummerjam.de
Christopher Marquardt untersucht für seine Bachelor Abschlussarbeit am SAE Institute die Verbreitung und den Bekanntheitsgrad von RIA-Technologien bei den Internetnutzern.
Die Arbeit wird von einer Umfrage begleitet, wobei wir uns freuen würden, wenn unsere Leser dort mitmachten:
http://www.ria-umfrage.de/
Wenn die Ergebnisse der Umfrage / der Arbeit vorliegen werden wir selbstverständlich darüber berichten.
Ein wichtiger Indikator bei der Feststellung, welche RIA Technologie populär und gefragt ist, stellen Stellenausschreibungen dar.
Für den deutschsprachigen Raum, lassen sich mangels Masse leider keine verlässlichen Daten erheben, aber die Kollegen von Inside RIA haben anhand zweier amerikanischer Job-Plattformen eine Übersicht entwickelt, die Adobe Flex, MS Silverlight, Google Web Toolkit (GWT) und JavaFX vergleicht.
Auffällig ist, dass JavaFX kaum eine Rolle spielt bei den Stellenofferten. GWT Stellen sind halb so oft angeboten wie Adobe Flex Offerten. Und die Überraschung ist, dass es für MS Silverlight mittlerweile am meisten Job Offerten gibt. Im weiteren ist zu beobachten, dass aktuell und im Forecast die Lücke zwischen Silverlight und Flex Offerten immer größer wird und zwar zugunsten von Microsoft Silverlight.
Die Daten sind mit der üblichen Vorsicht zu genießen, bestätigen aber zumindest, dass die Auseinandersetzung um die beste RIA Technologie zwischen Adobe und Microsoft ausgefochten werden. Ob der sich abzeichnende Trend pro Silverlight bewahrheitet bleibt abzuwarten – auch angesichts der relativ geringen Verbreitung der Runtime.