Archiv für März, 2008

Photoshop Express als Flex-RIA

Heute hat Adobe das seit einem Jahr angekündigte Photoshop Express als Beta der Öffentlichkeit übergeben. Die Nutzung ist kostenfrei, lediglich eine Registrierung ist erforderlich um in den Genuss von 2 GB Speicher und der Fähigkeit, online Bilder zu bearbeiten, zu gelangen.

Die Möglichkeiten der Bildbearbeitung entsprechen natürlich nicht denen eines Photoshop Elements oder gar eines Photoshop CS 3. Vom User Interface erinnert die Anwendung an Photoshop Elements, allerdings sind nur die allernötigsten Bearbeitungsfunktionen vorhanden.

Auch wenn Photoshop Express gegenüber anderen online Bildbearbeitungen außer einem intuitiveren GUI nichts Wesentliches hinzufügt, ist es ein gelungenes Beispiel für eine komplexe und nutzerfreundliche Rich Internet Application. Dass Adobe dabei auf das hauseigene Flex setzt ist keinesfalls verwunderlich.

RIA-Technologie: Flex

Kurzvorstellung

Mit Flex steht sozusagen die Technologie auf dem Prüfstand, die den Begriff Rich Internet Application prägte. Von den verfügbaren Technologien hat Flex bereis eine längere Geschichte, die sich in der aktuellen Versionsnummer 3 wiederspiegelt. Flex kommt von einer J2EE-Serveranwendung her, die für zehntausende von Euro zu erwerben war und ist mittlerweile OpenSource und folglich auch frei erhältlich.

Flex-Anwendungen werden mittels zweier Technologien entwickelt, dem deklarativen MXML (einer XML-Anwendung, die die Benutzeroberfläche beschreibt) und dem programmatischen ActionScript3 (einer objektorientieren Scriptsprache für die Anwendungslogik). Flex ist ein komponentenbasiertes Framework und liefert von Haus aus eine Fülle vom Komponenten mit – weitere lassen sich frei oder käuflich erwerben.
Flex-Anwendungen benötigen den Flashplayer 9 als Runtime und sind somit fast überall lauffähig. Den Flashplayer gibt es für alle Major-Plattformen.

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